Passmaschine gesucht

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Cher Johan,

am Wochenende hat unser SV Werder Bremen die erste Ligaduftmarke gesetzt. War die 0-3 Niederlage, die durch ein Eigentor eingeleitet wurde, nun unglücklich, verdient oder glücklich?

Alle drei Tore sind durch die Mitte gefallen, nach einem einfachen Pass ins Zentrum. Die Frage stellt sich, warum war die Mitte nicht zu, warum reichte ein Pass?

Diese Saison stellt unser Trainer die Außenverteidiger bei eigenem Ballbesitz sehr hoch auf. Theodor Gebre Selassie an der Mittellinie, Ulisses ‪Garcia 10 m in der gegnerischen Hälfte. Sehr schön und effektiv, wenn von den Innenverteidigern diagonal auf die Außenverteidiger das Spiel eröffnet wird.
Leider hat es gegen die Knappen nicht sehr oft geklappt. Bei Ballverlust waren die Außenverteidiger aus dem Spiel und die beiden Innenverteidiger und Bargfrede mussten auf der ganzen Breite des Spielfeldes verteidigen. Das hat am Samstag drei mal nicht geklappt.

Eine Ursache sind die vielen Fehlpässe im Spielaufbau. Werder hatte in der vergangenen Saison die schlechteste Passquote der Liga, der Grund für die vielen Gegentore. Seit Sonntag wird von vielen Fans nach einem neuen klassischen 10er gerufen, der die Mannschaft führen und unserem Spiel Struktur geben soll. Ich sage, völliger Quatsch.

Die Schalker haben es uns am Samstag vorgemacht, 4-4-2 mit zwei defensiven 6ern und zwei Flügelspielern, davor zwei vorzugsweise schnelle Stürmer.
Stellen wir Junuzović an die Seite von Bargfrede, dann haben wir einen Zerstörer und eine Passmaschine für den Aufbau.

Mir würde eine klassische Vierkette, bei der die Außenverteidiger mit den Flügelspielern offensiv und defensiv ein Pärchen bilden gut gefallen. Vor der Kette einen 6er und einen 8er und in der Spitze zwei schnelle Stürmer bei Auswärtsspielen. Bei Heimspielen statt zwei Stürmern. eine spielstarke hängende Spitze, die eine Überzahl im Mittelfeld erreicht und ein Stürmer.

Die Spieler für diese beiden Systeme haben wir im Kader.

In unserem ersten Auswärtsspiel bei der alten Dame Hertha werden wir nicht das Spiel machen müssen. Das wird uns besser liegen. Mit ein wenig Glück und Felix (dem Glücklichen) Wiedwald wird’s schon werden.

Lebenslang Grün-Weiss

Bernd Thiel

Bernd Thiel

Bernd Thiel

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